Ratgeber:
So findest du den richtigen Tillett Kart Sitz Die Wahl des richtigen Tillett Kart Sitzes ist ein entscheidender Faktor für Performance, Fahrverhalten und Komfort. Tillett bietet eine der größten Auswahlmöglichkeiten am Markt – von bewährten Standardmodellen bis hin zu maßgeschneiderten Rennsitzen.
Grundsätzlich spielen bei der Auswahl zwei zentrale Faktoren eine Rolle:
Sitzform
Sitzhärte (Steifigkeit)
Je nach Körperbau, Motorisierung und Einsatzbereich kann der passende Sitz einen spürbaren Unterschied im Handling des Karts machen.
🔍 Sitzformen von Tillett im Überblick 🔹 Tillett T11 – Der internationale Rennstandard Der Tillett T11 ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Sitzform von Tillett. Rund 90 % der internationalen Rennteams setzen auf dieses Modell.
Vorteile des T11:
- große Auswahl an Größen, Härten und Farben
- bewährter Rückenwinkel
- universell einsetzbar für viele Fahrertypen
Warum der T11 so beliebt ist:
Viele professionelle Kartpiloten haben eine ähnliche Statur in Bezug auf Körpergröße und Gewicht. Die Form des T11 – inklusive des Neigungswinkels der Sitzlehne – hat sich daher als universelle Lösung für den Rennsport etabliert.
🔹 Tillett T15 – Für Fahrer mit größerem Oberkörper Der Tillett T15 greift das Design der legendären Sitzmodelle T7 und T8 aus den 1980er-Jahren auf, die über viele Jahre zu den beliebtesten Tillett-Sitzen gehörten.
Im T15 wurden die Vorteile dieser Modelle kombiniert und an moderne Anforderungen angepasst – insbesondere an:
größere Rippenschutz-Systeme
veränderte Sitzpositionen im modernen Kart-Rennsport
Eigenschaften des T15:
- tiefere Sitzform
- ideal für Fahrer mit kräftigerem oder längerem Oberkörper
erhältlich in verschiedenen Härtegraden
Größen von ML bis XXL, abgestimmt auf diese Zielgruppe
🔹 Tillett T5 – Der Sitz für Mini- & Junior-Klassen Der Tillett T5 entstand in den 1990er-Jahren und war lange eines der meistverkauften Modelle von Tillett. Heute wird er hauptsächlich im Nachwuchsbereich eingesetzt.
Typische Einsatzbereiche:
Mini-Klasse
Junior-Klasse
Besonderheiten des T5:
- etwas aufrechtere Sitzposition
- erleichtert das Chassis-Setup bei jüngeren Fahrern
erhältlich in passenden Größen und weicheren Härten.
⚙️ Die richtige Sitzhärte – entscheidend für das Fahrverhalten
Hersteller-Grundempfehlung
Als Faustregel (keine starre Regel!) gilt:
leistungsschwächere Karts oder Motoren mit wenig Drehmoment im unteren Drehzahlbereich → bevorzugen weichere Sitze
z. B. VG für Rotax Max
VTi für Minikarts
Warum?
Ein weicher Sitz hebt das kurveninnere Hinterrad stärker an. Dadurch reduziert sich der Widerstand für den Motor beim Herausbeschleunigen aus der Kurve.
Drehmomentstarke Karts & harte Sitze
Bei leistungsstarken Motoren wie: X30, OK, KZ
kommt häufiger ein härterer Sitz wie der T11t zum Einsatz.
Grund:
Mit steigender Leistung und höheren Seitenkräften verliert der Widerstand des inneren Hinterrades an Bedeutung. Stattdessen ist eine stärkere Gewichtsverlagerung auf das kurvenäußere Vorderrad von Vorteil.
👉 Interessant: Die Reifenhaftung allein scheint kaum Einfluss auf die Entscheidung „weich oder hart“ zu haben.
🧠 Sitzsteifigkeit verstehen – was passiert im Chassis?
Aktuell werden bei den meisten Karts folgende Sitzhärten eingesetzt:
Beide Varianten sind weicher als die Standardsteifigkeit und passen zu den meisten modernen Chassis- und Motorkombinationen im Erwachsenenbereich.
- 60-cm³ Minikarts (2-Takt) → meist VTi (sehr weich)
- 4-Takt-Chassis → Standardsteifigkeit oft ausreichend
⚖️ Wie beeinflusst die Sitzhärte das Fahrverhalten?
Ein häufiger Irrtum:
👉 Sitze erzeugen nicht direkt mehr oder weniger Grip.
Vielmehr beeinflusst die Sitzsteifigkeit:
- die Gewichtsverteilung
- die Last auf einzelnen Reifen
- die Gewichtsverlagerung in Kurven
Grundsätzlich gilt:
Harter Sitz
- mehr Gewicht auf das äußere Vorderrad
- inneres Hinterrad bleibt länger am Boden
Weicher Sitz
- inneres Hinterrad hebt stärker ab
- weniger Druck auf das äußere Vorderrad
Mögliche Effekte:
Zu weicher Sitz → zu wenig Druck vorne → Untersteuern
Zu harter Sitz → beide Hinterräder bleiben am Boden → ebenfalls Untersteuern
👉 Das gleiche Fahrproblem kann also durch zwei völlig unterschiedliche Setup-Ansätze entstehen.